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B E R N D   F R A N K E

"Bei aller kontrastbetonten Gestaltung zeichnet sich Bernd Frankes Musik durch Eleganz und einen hedonistischen Charakter aus, letztlich getragen von einer immer stärkeren Differenzierung des Klangmaterials in Richtung einer klangfarblich determinierten Stimmführung, Kontraste werden minutiös ausgebildet und zugespitzt, entladen sich aber nicht im unversöhnten Konflikt, sondern bewahren ein Streben nach Ausgleich und Harmonie, die allerdings folgerichtig unvollkommen bleibt.
Sein klanglich-dramaturgisches Komponieren zielt auf eine dem Hören unmittelbar erfassbare musikalische Sprache, ohne deshalb in Einfachheit oder Neoromantizismen zu verfallen. Im Gegenteil: Fasslichkeit und Differenzierung (klanglich wie auch strukturell) sind die Pole ein und desselben Anliegens: eine Musik zu schreiben, die kommunikativ ist auch ohne das verschämte Fortschleppen verbindlicher Konventionalismen.
Kompositorisch beeinflusst haben ihn dabei Witold Lutoslawski, John Cage und Morton Feldman. In dieser Entwicklung gibt es kleinere und größere Stufen, vor allem verursacht durch die Beschäftigung mit anderen Komponisten und besonders auch mit Malern wie Chagall, Goya, Dürer, WOLS, Pousette-Dart, Erich Hauser und vor allem Joseph Beuys."

Gisela Nauck

1959 geboren in Weissenfels/Saale

1975-81 Studium in Leipzig an der Musikhochschule "Felix Mendelssohn Bartholdy" in den Fächern Komposition (Siegfried Thiele) und Dirigieren (Wolf-Dieter Hauschild)

1980-83 Gründung und Leitung der Gruppe "Junge Musik" Leipzig

seit 1981 Lehrtätigkeit an der Universität Leipzig und zwischenzeitlich auch an der Hochschule für Musik und Theater "Felix Mendelssohn Bartholdy" Leipzig

1981 Hanns-Eisler-Preis und Mendelssohn-Stipendium

seit Mitte der 80er Jahre reger Briefkontakt mit Stockhausen, Nono, Ligeti, Henze und Besuch von Lutoslawski in Warschau

1987 Kompositionspreis zum 9. Internationalen Kompositionsseminar der Stiftung Künstlerhaus Boswil (Schweiz)

1987 Kucyna International Composition Prize Boston (USA)
(1. Preis unter 300 Einsendern aus 28 Ländern)

seit 1987 mehrere längerere Arbeitsaufenthalte in der Stiftung Künstlerhaus Boswil in der Schweiz

1988 Composer Workshop der Gaudeamus Stiftung Amsterdam
(u.a gearbeitet mit Ton de Leeuw und Chu Wen Chung)

1988 beginnt seinen umfangreichen Zyklus half - way house - SOLO XFACH (für Joseph Beuys) mit Solo 3fach (UA 1988 Frankfurt/Alte Oper/Kölner Horntrio)

1989 Leonard Bernstein Fellowship des Tanglewood Music Center (USA) (Studium u.a. bei Leonard Bernstein, Lukas Foss, Louis Krasner und Oliver Knussen)

1989 erste persönliche Begegnung mit Hans Werner Henze in Frankfurt in der Alten Oper anläßlich der Uraufführung des deutsch-deutschen Liederbuches in der Alten Oper im Rahmen der Frankfurter Feste (Beteiligung mit "Wann wird Friede sein" nach einem Text von Karl Vollmoeller)

seit Anfang der 90er Jahre Mentorenschaft durch Hans Werner Henze und Privatunterricht bei ihm (reger Briefwechsel und regelmäßige Begegnungen in Berlin, München, London und San Marino/Italien)

1993 längere Vortragsreisen und Arbeitsaufenthalte in den USA (u.a. Atlanta, Baton Rouge, Carrollton, Minneapolis)

1994 Jury-Mitglied der "Münchener Biennale für Neues Musiktheater" auf Einladung von Hans Werner Henze

1996-98 künstlerischer Leiter der Reihe "Neue Musik in der Galerie Beck" Leipzig/Düsseldorf

1998 Gründung des Ensemble SOLO XFACH mit dem Ziel, Werke dieses Zyklus authentisch zu verbreiten

seit 1998 längere Studienreisen und Arbeitsaufenthalte nach Südostasien und Indien

2000 erste Produktionen von half - way house - SOLO XFACH - Zuspielbändern im elektronischen Studio der TU Berlin, erste Produktionen von Teilen des SOLO XFACH - Zyklus mit dem Ensemble SOLO XFACH beim Hessischen Rundfunk in Frankfurt und abendfüllendes Konzert mit
half - way house - SOLO XFACH (für Joseph Beuys) und einer Videoinstallation von Peter Kees im Deutschen Pavillon der EXPO in Hannover 

2001 Beginn des Zyklus CUT (UA CUT I-III mit dem Ensemble Modern)

2002 neue Zusammenarbeit mit C. F. Peters Frankfurt - Leipzig - London - New York
Mitglied der Akademie der Künste in Dresden

2003 Composer of the Year beim Kaustinen Festival in Finnland                                                                  

2004 Beginn des Zyklus LINES

2005
Beginn des Zyklus IN BETWEEN (UA von in between (I) in Tokyo)

2008/09 Composer in Residence bei Ars Nova und Paul Hillier in Kopenhagen

2009 Composer in Residence beim Festival "Land of Disobedience" Litauen/Kurische Nehrung

 

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   © 2007 by Bernd Franke •  email: mail@BerndFranke.de